Repeat Pattern – Uncle

Repeat Pattern
 
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Die Dramadigs graben tief

Das dürfte wohl schon längst bekannt sein. Mademoiselle Haase hat das ganze jetzt aber in einem Dokumentarfilm festhalten dürfen und dabei ist etwas wundervolles entstanden.


Musik aus Musik 
– vom Sample zum Beat –

Diejenigen, die immer wieder gehörlos auf der Arbeit über den Link stolpern und das anklicken mittlerweile zu oft aufschoben haben, sollten folgende Worte lesen und sich heute Abend nicht mehr vom betätigen des Play Buttons abhalten lassen.
 
Den meint
 
„Allein das Knacken von der Platte und dieser dreckige Sound von damals, den kann man jetzt halt nicht mehr neu erfinden, den muss man sich aus den 70ern oder 60ern oder Anfang 80ern zurückholen. Das bringt halt ’ne Gänsehaut. Ich hör mir ne Platte an, hör ein Stück von einem Lied oder ein komplettes Lied und lieb es einfach und dann hab ich allein schon diesen Drang, dass ich das Sample benutzen muss, weil ich da dann selber auch noch was zu beisteuern will. Ich will meinen eigenen Beat davon machen, da ’nen Text drauf schreiben und das in meiner Version sozusagen nochmal erleben. „
 
Felix meint
 
„Ich hab auch immer, vor allen Dingen, viel aus der Plattenkiste von meinem Vater gesampled und die kannt ich eh schon relativ auswendig. Ich hab die immer neu entdeckt. Am Anfang war’s einfach Musik die ich gerne gehört hab, weil mein Vater die gehört hat und danach hab ich die nochmal im Hip Hop mässigen Sample Sinn komplett neu gediggt. Für mich war’s auch ganz lange ein No Go andere Sachen zu samplen als die Kiste von meinem Vater oder nicht Sachen, mit denen ich in Bezug stehe, weil das für mich immer ein wichtiger Teil von Hip Hop war, dass man halt sein eigenes Ding macht und nicht, dass ich jetzt auch so, wie alle anderen, Amerikaner das mache und mir jetzt irgendwie ’n 70er Soul Sample nehme. Deswegen hab ich das ehrlich gesagt, 10 Jahre fast gar nicht gemacht. Aber irgendwann hab ich das auch als ziemlich falschen Dogmatismus aufgefasst …“
 
Ich meine
 
…dass sich die Kollegen verdammt echt anfühlen, genau wie ihre grandiose Musik. Busenbujaka & Dank an die Dame, die wie ein Meister gearbeitet hat.


Allgemeine Infos
 
Im Rahmen ihrer Masterarbeit hat sich Julia Haase mit dem Thema Sampling auseinandergesetzt. In ihrer 13-minütigen Doku „Musik aus Musik“ begleitet sie das Bremer Producerduo Dramadigs vom Platten diggen auf dem Flohmarkt an der Weser bis ins Studio, wo ein Beat entsteht, der sich später auf dem Debütalbum von Sonne Ra („Mula4Life“) wiederfinden wird.
 
Die visuelle Umsetzung erfolgte durch Christian Limber von W.W.A, der den Tag in wunderbaren Bildern festgehalten hat.Wenn Julia Haase nicht zur Uni geht, interviewt sie Rapper und Beatmacher für das Splash Mag.
 
Links
 
Julia Haase
 
 
Dramadigs
 
 
Melting Pot Music
 
 
 
 
Dramadigs – Bei aller Lieber ( Pre-Order )